Über mich

Herzlich Willkommen in oder auf meinem Blog “Pferdestimmung”. Ich war überrascht, dass diese Domain überhaupt noch frei war, denn schließlich befinden wir uns doch jedes Mal in Pferdestimmung, wenn wir zum Stall fahren, um uns mit unseren Pferden zu beschäftigen. Zumindest sollten wir in Pferdestimmung sein – und nicht z.B. bloß in “Reitstimmung”, bei der es womöglich nur um das Reiten selbst geht, aber gar nicht um unser Pferd oder unsere Beziehung zu diesem.

Außerdem ist Stimmung für mich ein Begriff, mit dem positive Gefühle und gute Absichten einhergehen. Für mich bedeutet Pferdestimmung also, mich gerne mit meinem Pferd zu beschäftigen, ihm mit einer positiven Grundeinstellung zu begegnen und es fair und freundlich zu behandeln. Auf diese Weise kam dieser Blog zustande, denn all meine Beobachtungen in den unterschiedlichsten Ställen nährten und nähren meinen Wunsch, meine Stimme für einen pferdegerechten Umgang zu erheben.

Doch wer bin ich überhaupt?

Ich bin Chris, “um die” 30 Jahre alt, stamme ursprünglich vom Niederrhein und lebe nun seit fast 10 Jahren in Schleswig-Holstein, nur wenige “Fahrradminuten” von Hamburg entfernt. Das “Tierfieber” hat mich kurz nach meinem 16. Geburtstag gepackt, als ein ganz wundervoller Hund Teil unserer Familie wurde und ich mein Herz an ihn verlor. Ich übernahm ziemlich schnell die Verantwortung für ihn, deckte mich mit Fachbüchern ein und besuchte Seminare, um so viel wie möglich über Hunde zu lernen und ihm ein möglichst artgerechtes, hundefreundliches Leben ermöglichen zu können. So verbrachten wir gemeinsam eine lange, schöne Zeit, die im Sommer 2017 nach 13 Jahren endete.

Nach diesem Verlust stand die große Frage im Raum: Was nun? Inmitten meiner Überlegungen, wie ich einen (jungen) Hund in meinen Alltag integrieren und ihn mit meinem Beruf vereinbaren könnte, eröffnete sich mir plötzlich eine ganz andere Möglichkeit. Dem Zufall sei dank, denn durch Pferdezuwachs in der Familie wurde im selben Zeitraum ein anderes Pferd “frei” (er wäre niemals in fremde Hände gegeben worden, nur blieb für ihn dadurch weniger Zeit übrig). Auf Grund einer Verletzungsmisere war nämlich nicht klar, ob er jemals reitbar wird. Dadurch war er zu dieser Zeit eben “nur” Beisteller und ein Pferd für die Bodenarbeit. Durch den reitbaren Zuwachs erhielt ich dann die Frage, ob ich mir nicht vorstellen könne, etwas mit Pferden zu machen.

Du ahnst sicherlich schon, wie es weiter ging? Richtig, nach ein paar Bodenarbeitsprobeeinheiten mit einem Trainer und täglichen Stallbesuchen war blitzschnell klar, dass ich den Schritt von der Hunde- in die Pferdewelt wagen wollte. Wenige Wochen später war ich Besitzer eines Pferdes. Unverhofft kommt oft. Doch es kommt noch “schlimmer”, denn es war (und ist) nicht einfach irgendein Pferd, sondern genau das, was der gängigen Meinung nach am allerwenigsten in die Hände eines absoluten Anfängers gehört: Ein fünfjähriger Vollblutaraber.

Nicht gesucht und doch gefunden

Der Funke war einfach sofort übergesprungen und die Vorbesitzerin, immerhin Teil meiner Familie, war ja auch nicht aus der Welt. Außerdem spielte seine Vorgeschichte ebenfalls eine große Rolle. Ein junges Pferd, durch eine Verletzungsserie womöglich niemals reitbar. Welche Zukunft hätte er so zu erwarten gehabt? Ich saß zum damaligen Zeitpunkt noch nie auf einem Pferd und hatte sowieso keinerlei Reitambitionen. Mir machte die Bodenarbeit Spaß, die Aussicht, irgendwann einen Begleiter für ausgiebige Spaziergänge durch die weitläufige Natur an meiner Seite zu haben (da kamen eben 13 Jahre Hundehaltung durch). Und mir war von Beginn an klar, dass ich insbesondere eine Aufgabe hatte: Lernen, lernen, lernen.